In 2006 zur Förderung ausgewählte Projekte
Die Jury hat entschieden...

Am 22. August hat sich eine Jury aus dreizehn Fachleuten eingehend und intensiv mit den eingegangenen Projektvorschläge befasst und sieben ausgewählt, die in diesem Jahr gefördert werden:

"Wir für euch – Kinder lesen für Kinder "
(Gymnasium Billstedt)

Im Projekt 'Book-Buddies' wurden in der Bücherhalle Billstedt mehr als 30 SchülerInnen der Klassenstufen 6 und 7 zu Vorlesern für kleinere Kinder ausgebildet.

Diese Ausbildung nennt sich 'Book-Buddy-Schulung'. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Die Jugendlichen setzten sich mit Kinderbüchern für die Altersstufen 2-3 Jahre und 4-6 Jahre auseinander. Sie lernten auch den Umgang mit kleinen Kindern in dieser Alstersstufe kennen.

Als Expertinnen und Experten gehen die jungen VorleserInnen nun häufig in verschiedene Kitas, um dort den kleinen Kindern zu erzählen und vorzulesen. Im Gegenzug lernen Kita-Kinder auch schon einmal eine Schule von Innen kennen, denn auch dort bieten die 'Buddies' Vorlesestunden an.

Das Projekt wird mit den nachrückenden Klassenstufen fortgesetzt.

"[FREI+WILLIG]: Für mehr Jugendengagement in Hamburg! "(Zusammenschluss Jugendlicher)

Am 25. November 2006 war es soweit: Nach fast einjähriger Planung erblickte die erste Youth Bank Hamburg unter dem Namen [frei & willig] das Licht der Welt.

Die Youth Bank fördert Jugendprojekte in Hamburg. Das Büro befindet sich in Hamburg Altona.

Zu den bereits geförderten Projekte zählen:

  • die ATH-Fußball-Liga: eine schulinterne Fußball-Liga am Albrecht-Thaer-Gymnasium in Stellingen
  • Musiker ohne Grenzen: ein Projekt, das eine Musikschule in Ecuador unterstützt
  • Stell dir vor, etwas passiert - und alle helfen: ein Sanitäterprojekt am Heilweg-Gymnasium

Auf der Webseite www.frei-willig.de informieren die InitiatorInnen über ihr Projekt.

"Kinder machen Theater "
(Grund-, Haupt- und Realschule Hausbruch)

Schülerinnen und Schüler der Klasse 3 b

In der Schule Hausbruch ist es Tradition, dass die Drittklässler die neuen Erstklässler mit einem Theaterstück begrüßen, für das sie lange und engagiert proben, es aber bislang nur einmal aufführen. Nun entstand die Idee, dass das Theaterstück doch auch häufiger aufgeführt werden könnte. Zum Beispiel am Abend für den ganzen Stadtteil, am Nachmittag für Kindergärten und auch im Altersheim des Stadtteil für seine Bewohner.

Dazu möchten die Schüler (und Lehrer) das Fach Darstellendes Spiel weiter ausbauen. Sie möchten Kontakt zu Theatern und Schauspielern aufnehmen, um „hinter die Kulissen zu gucken“; sie möchten den Kurs Bildende Kunst für neue Kostüme und Kulissen einspannen und den Computerkurs für die Werbung durch Flyer und Plakate.

Die Proben und Aufführungen würden dann in der neuen Gymnastikhalle stattfinden, für die z. B. ein Bühnenvorhang (700 €) benötigt würde. Mittelfristig soll die Schule Hausbruch durch den Ausbau der Theaterarbeit zu einer kulturellen Einrichtung im Stadtteil werden.

Die Idee und die weiteren Überlegungen zu diesem Projekt wurden wahrscheinlich zu einem nicht unerheblichen Teil von den beteiligten Kinder angestellt und anschließend von ihrem Klassenlehrer zusammengefasst und niedergeschrieben. Von dem Projekt würden Schülerinnen und Schüler der Schule, die Schule selbst und die Einrichtungen Stadtteil wie Kindergarten, Altenheim, Haus der Jugend und ähnliche profitieren. Die Nachhaltigkeit des Projekts entscheidet sich voraussichtlich darüber, wie sehr es der Klasse gelingt, dieses Projekt in Schule und Stadtteil zu etablieren.

"Zirkuslust – ein Beitrag von Kindern zur Völkerverständigung "
(Kinderzirkus „Abrax Kadabrax")

Drei Monate lang erlernten 27 Kinder von der Schule Königstraße von ihren AltersgenossInnen vom Circus 'Abrax Kadabrax' Zirkustricks. Besonders wertvoll war die Zusammenarbeit von Kindern aus verschiedensten Ländern.

Die 27 Kinder der Schule Königstraße gingen bei 22 Kindern vom Kinderzirkus in die Lehre. Im Unterricht und am Nachmittag erlernten sie verschiedene Zirkustechniken.

Der erste Höhepunkt war eine Aufführung im Rahmen der Festwoche von PaFiLand in der Schule Königstraße. In der Weihnachtszeit folgte eine Vorführung in der Ansgarkirche.

Der Leiter des Kinderzirkus, Andreas Schmedel, hebt vor allem die gelebte Integration als besonderen Erfolg hervor: "Das Schönste am Projekt war die Zusammenarbeit von Kindern aus 10 unterschiedlichen Nationen".

"Schulzoo Hinsbleek "
(Grundschule Hinsbleek)

Seit April 2007 hat die Integrative Grundschule Hinsbleek einen eigenen Schulzoo. Er besteht aus Ziegen und Schafen.

Die Idee entstand während einer Projektwoche im Mai 2006, als ein Zirkus mit Ziegen und Pferd zu Gast auf dem Schulgelände war. Nach einigen Überlegungen unter Schülern und Lehrern sowie durch Kontakte zu anderen „Zooschulen“ entstand die konkrete Projektidee.

Ein Schulzoo bietet für Grundschüler die Möglichkeit der Entwicklung von Verantwortungsgefühl (sozialer Aspekt), der Erweiterung von Erfahrung und Wissen über Nutztiere (Sachunterricht) sowie des direkten emotionalen und sinnlichen Zugangs zu Tieren (therapeutischer Aspekt).

Ende April 2007 zogen zwei „Brillenschafe“ ein. Einige Wochen später stoßen zwei Zwergziegen aus dem Tierpark Eekholt hinzu.

Viele Eltern und Kinder haben ihre Bereitschaft bekundet, die Tiere regelmäßig zu versorgen. Abends werden die Tiere meist von einem Elternteil und einem Kind versorgt und „zu Bett gebracht“.

Ende Mai 2007 wurde der Schulzoo feierlich eröffnet. Bis dahin haben die Tiere auch einen Paten und einen passenden Namen erhalten.

"Internationale Teestube GSK "
(Gesamtschule Kirchdorf)

Schüler der achten Klassen im Alter von 14 bis 15 Jahre

Das Projektteam

18 Schüler der Gesamtschule Kirchdorf (GSK) möchten in ihrer Schule eine Teestube eröffnen. In ihrer Gegend gibt es zwei Jugendhäuser. Die sind aber „nicht für jeden zugänglich, d. h. viele Eltern bezweifeln, dass ihre Kinder in den Jugendhäusern etwas dazulernen, und sie denken, dass die Jugendlichen eher zu Aktivitäten verführt werden, die nicht gut sind.“ An der Schule gibt es einige Aktivitäten am Nachmittag, jedoch keinen Aufenthaltsraum, der für ihre Altersgruppe geeignet ist. Deshalb möchten sie gern erreichen, dass es an der GSK einen gemütlichen Ort gibt, wo die Jugendlichen (besonders die Jahrgänge 8 bis 13) sich aufhalten können.

„Wir stellen uns das so vor, dass unser Projekt auch von den Schülern selbst verwaltet wird. Dadurch können sich die Schüler mit einfachen Dienstleistungen vertraut machen und ihre eigenen Ideen von Gemütlichkeit einbringen. Da es auch einige Präsentationsmöglichkeiten geben soll oder Gelegenheiten zu Aktivitäten, können sich auch andere Kurse der Ganztagsschule GSK an der Gestaltung beteiligen. Wir haben uns vorgenommen, den Raum vierteljährlich neu zu gestalten. Denn wir haben viele Schüler aus verschiedenen Kulturen und möchten diese Internationalität gern darstellen: in Präsentationen, Bildern, Musik, Spezialitäten des jeweiligen Landes oder der jeweiligen Kultur.“

Eigenanteil der Kinder, Bedeutung für andere und Nachhaltigkeit
Das Projekt ist völlig eigenständig von den Jugendlichen entwickelt worden und soll auch selbstständig durchgeführt werden. Von dem Projekt profitieren in der Probephase die gleichaltigen Schüler der GSK und danach viele Jugendliche aus Stadtteil. Kooperation mit anderen Kursen der Schule ist geplant. Die Nachhaltigkeit des Projekts hängt vom Gelingen ab. Aber bei erfolgreicher Probephase könnte das Projekt Modellcharakter für andere Ganztagsschulen erlangen.

"Ein Boxraum für die Relli "
(Grundschule Rellinger Straße)

Schüler der Klasse „Adler“ (jahrgangsübergreifend Vorschule bis Klasse 2)

Im Rahmen einer Kinderrechtwerkstatt in der Klasse formulierten die Kinder Ideen, wie sie ihre Schule verändern und verbessern könnten. Diese Ideen knüpfen an die Interessen und Stärken der Kinder an, die im Rahmen der Kinderrechtwerkstatt natürlich Thema waren: Was machst Du gerne? Was kannst Du gut? Was können andere von Dir lernen? Einige Kinder antworteten auf diese Fragen: "Boxen." Als Kampfkunst-Sportart.
Die Kinder möchten einen Boxraum, um manchmal ihre Wut
loszuwerden und um zu trainieren und stark zu werden. Sie habe eine Reihe von Regeln für die Nutzung aufgestellt und alle Preise recherchiert.

Eigenanteil der Kinder, Bedeutung für andere und Nachhaltigkeit
Die Idee für das
Projekt wurde im jahrgangsübergreifenden Klassenverband diskutiert und und ein differenzierter Durchführungsplan entwickelt. Für die Recherchen zu den Einzelpunkten wurden Arbeitsgruppe gebildet. Den Projektantrag hat eine Lehrkraft in Abstimmung mit den Kindern geschrieben, die Kindern haben unterschrieben. Die Bedeutung des Projekts beschränkt sich im Wesentlichen auf die Schüler der Schule. Die Nachhaltigkeit ist als "sehr lange" geplant.


Herzlichen Glückwunsch!


Downloads

icon_pdf.gif  Übersicht der Projektförderung im Hamburger Stadtplan

icon_pdf.gif  Kurzbeschreibung der Projekte